Die Quellen-Organisation

Wenn die Initiative wächst und weitere Menschen hinzukommen, kann ein Teil der Initiative an diese Menschen verantwortlich übertragen werden.

Sie sind dann Subquellen. Die Vision muss dabei immer wieder kommuniziert werden, da sie sich im Laufe der Zeit etwas verändern kann.

Subquellen teilen die Idee, spüren die Energie und verstehen die Vision und können so ihr eigenes Feld bearbeiten.

Dabei kann die Quelle die Rahmenbedingungen setzen und den Subquellen die eigenverantwortliche Umsetzung überlassen. Auch dies passt hervorragend zu den Konzepten agiler Organisationen und der Selbstführung.

Über kurz oder lang werden weitere Unterstützer (Helfer) benötigt. Das sind neben den Subquellen, die einen eigenen Bereich übernehmen, Mitarbeiter in der Organisation.

Quellenfeld mit Subquellen und Teams - The source field wit subsources and teams

Quellenfeld mit Subquellen und Teams

Mit der Arbeit der Subquellen weitet sich das Quellfeld (die Unternehmung) aus.
Weitere Kreise (Teams) kommen hinzu.

Im obigen Bild entspricht ein einzelner Punkt einer Person.

Team

Stellt ein Team dar und

Subquelle - Subsource

Visualisiert eine Subquelle mit ihrem Quellfeld und den darin befindlichen Teams. Subquellen-Bereiche können Teams und einzelne Mitarbeiter beinhalten.

Bei der Thematik Quelle-Sub-Quelle geht es um eine natürliche Ordnung, keine künstliche, von oben herab geschaffene Delegation.

Es geht also nicht um Hierarchie im klassischen Verständnis, sondern um eine „natürliche“ Hierarchie. Sie stellt sozusagen den Fluss im Unternehmen dar.

Diese Betrachtungsweise ergänzt hervorragend Ansätze wie die von Gerhard Wohlandinspirierten Organisationsansätze, wie Nils Pflägings „Pfirsich-Organisation“oder dem genialen Konzept der kollegialen Führung. Aber auch Holacracy®, die Soziokratie oder der frei verfügbare Ansatz Sociocracy 3.0 (kurz S3) werden durch diese Betrachtungsweise ergänzt und bereichert.

Die Quellenbetrachtung eignet sich also wunderbar in modernen, agilen Organisationen, in denen Selbstführung und Selbstorganisation eine große Rolle spielen.

Die natürliche Ordnung, die Quellenprinzipien in Organisationen bringen, helfen diese so zu gestalten, dass Informationen und Arbeit in der Organisation „fließen“ können. Es entsteht ein Flow, der eine natürliche Ordnung, bzw. Hierarchie erzeugt.

Wenn diese Klarheit besteht, kann jeder in seiner Kraft, in seinem ICH agieren und gleichzeitig entsteht ein WIR. Es geht darum, die Einzigartigkeit eines jeden einzelnen zu erkennen und in der Gemeinschaft Potentialentfaltung zu ermöglichen.

Eine Organisation als Quellenorganisation mit Subquellen (in Kreisen / Teams organisiert) und ihren Mitarbeitern

Eine Organisation als Quellenorganisation mit Subquellen (in Kreisen / Teams organisiert) und ihren Mitarbeitern.

Quellen spüren relativ klar, was ihr Verantwortungsbereich ist und was nicht. Das sollten sie auch ernst nehmen, denn sonst übernehmen sie Verantwortung in Bereichen, wo sie diese nicht tragen können. Dies führt zu Verwirrungen, Überforderung, Erschöpfung, bis hin zum Burnout.

Die Quellenbetrachtung lässt fehlende, versteckte Ordnungen jenseits des Organigramms entdecken und bietet so klare Hinweise für notwendige Maßnahmen in einer Initiative oder Organisation.

Im nächsten Teil betrachten wir das Thema Organisation und Hierarchie noch etwas genauer beleuchten.

Die Quellenprinzipien anwenden lernen: „Creating love in business and life“ mit Peter König.

Diese Blogserie, bestehend aus 8 kurzen Teilen, erschien im Original auf https://evolvingstartup.org/de/